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Das FEPCOS-Modell

Das FEPCOS-Modell ermöglicht das Benennen eines Mehrwerts von zusammengesetzten vernetzten Systemen, indem es diese hinsichtlich ausführbarer Aktivitäten beschreibt.

Beschreibung

Das FEPCOS-Modell ist ein abstraktes, domänenspezifisches Modell für zusammengesetzte vernetzte Systeme, das auf dem Kompositum-Entwurfsmuster basiert. Hierbei bezeichnet ein zusammengesetztes vernetztes System ein Ganzes, das aus Teilen besteht, wobei das Ganze mit den Teilen über ein Netzwerk kommuniziert. Sowohl die Teile als auch das Ganze sind Systeme, die Aktivitäten ausführen können. Die Aktivitäten, die das Ganze ausführen kann, sind ein möglicher Mehrwert. Die nachfolgende Abbildung zeigt die Details.

FEPCOS-Modell

Ein System besitzt mindestens eine Fähigkeit, sprich eine Aktivität, die es innerhalb einer endlichen Zeit ausführen kann. Eine Aktivität kann ein System manipulieren. Ein elementares System oder ein zusammengesetztes System ist ein System. Ein zusammengesetztes System ist ein Ganzes, das aus mindestens einem System/Teil besteht. Ein System kann ein Teil von beliebig vielen Ganzen sein. Ein Systemnutzer greift über eine Schnittstelle innerhalb eines Netzwerks auf mindestens ein System zu. Ein Systemnutzer kann so das Ausführen einer Aktivität auslösen und die resultierende Ausgabe empfangen. Auf ein System können beliebig viele Systemnutzer zugreifen. Eine Applikation oder ein zusammengesetztes System ist ein möglicher Systemnutzer.

Hintergrund

„Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile.“
Aristoteles (384 v. Chr. - 322 v. Chr.)

Dieses Prinzip ist auf ein zusammengesetztes vernetztes System übertragbar. Zum Beispiel ist bei dem im Video gezeigten Roboterschwarm der Schwarm das Ganze und die Roboter sind die Teile. Jeder Roboter kann für sich herumfahren. Der Schwarm kann mehr. Er kann zum Beispiel „tanzen“, indem sich die einzelnen Roboter koordiniert bewegen. Das ist ein möglicher Mehrwert.

Allerdings gibt es den Mehrwert nicht geschenkt. Im Vergleich zur Programmierung der einzelnen Roboter ist bei der Programmierung des Schwarms mehr zu beachten, da diese zusätzlich Netzwerkkommunikation und systemübergreifende Nebenläufigkeit beinhaltet. Dies ist ein Mehraufwand.

Im Rahmen des FEPCOS-Projekts entsteht FEPCOS-J, das auf dem FEPCOS-Modell aufbaut und den Mehraufwand verringern soll.